19.07.2011
Das
DFB-Mobil
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war bei der SpVgg in Ebermannsdorf
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(wec) Eifrig wuselten die kleinen E- und F-Fußballspieler der SpVgg Ebermannsdorf in den frühen Morgenstunden über den taufrischen Rasen des Fußballplatzes und folgten den Ansagen der beiden Trainer des Deutschen Fußballbundes, Eric Mbarga und Philipp Lämmer, die vom Jugendleiter Sven Schulze im Namen der Spielvereinigung Ebermannsdorf begrüßt wurden.
Der DFB hatte 2006 aus dem Fond mehrere Busse angeschafft, mit dem Ziel, dass jeder Verein einmal pro Jahr besucht werden soll. Und mit einem dieser mit bestem Fußball-Equipment ausgestatteten Busse trafen die beiden „DFB-Mobil-Trainer“ mit den ersten Sonnenstrahlen in Ebermannsdorf ein. In kleine Gruppen eingeteilt und mit bunten Laibchen ausgestattet wurden die Jungen und Mädchen erst einmal mit Philipp Lämmer zum Warmspielen auf das frische Grün geschickt, während Eric Mbarga sich mit den Eltern, speziell den Vätern und Trainern unterhielt. Er betonte, dass dieser Besuch nicht als Kritik an der Trainingsart vor Ort sein solle, sondern lediglich Vorschläge für kindgerechte Trainingsstunden bringen soll. Er forderte sie auf, ihre Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen und sie besonders während des Trainings loszulassen. Dazu gehöre unter anderem auch das selbstständige Schnüren der Fußballschuhe.
Sobald die Kinder auf dem Platz sind, ist die einzige Bezugsperson für sie der Trainer. Nur dessen Anweisung sei Folge zu leisten. Einwände von Eltern vom Spielfeldrand müssen unterlassen werden. Den Nachwuchsspielern müsse von Anfang an klar sein, dass nur eine Person das Kommando auf dem Spielfeld habe – der Trainer. Den Eltern empfahl er, gelegentlich einmal in der Mitte des Spielfeldes auf die Knie – auf Augenhöhe mit ihren Kindern zu gehen. Dabei würden sie feststellen, dass vieles, was die Großen vom Spielfeldrand aus sehen und an die Kleinen herantragen, von diesen aufgrund ihrer anderen Sicht gar nicht wahr genommen werden könne.
Für den Fußballnachwuchs sei es extrem wichtig, dass sie Spaß am Sport haben. Mit der Beachtung der „zehn goldenen Regeln“ könne das Training mit den Nachwuchskickern nur gelingen. Wichtige Grundlagen sollten unbedingt vor dem Eintreten der Pubertät gelegt sein, zum Beispiel das beidfüssige Spielen. Auch dass jeder Spieler auf allen Positionen gespielt hat und somit einschätzen kann, welche Sicht und Spielmöglichkeit der andere dort hat.
Anschließend gingen beide Trainer mit den kleinen Mannschaften zur Praxis auf dem Feld über, das in mehrere kleinere Übungsfelder unterteilt worden war. Mbarga forderte von den Kindern vollste Aufmerksamkeit und Disziplin, bevor er ihnen Techniken mit dem Ball und taktisches Verhalten beibrachte.
Mit Begeisterung waren die Nachwuchskicker dabei und lernten, den Ball zunächst mit den Händen zu werfen, ihn beim Dribbeln nicht vom Fuß zu lassen, beidfüßig zu spielen und den ganzen Körper gezielt beim Spiel mit einzusetzen. Und immer wieder lernten sie, dass zu einem Mannschaftssport auch die Werte „Disziplin“ und „Aufmerksamkeit“ gehören. Die Betreuer staunten auch nicht schlecht über die bereitwillige Mitarbeit ihrer Sprösslinge bei den Übungen.
Nach der Übungseinheit auf dem Spielfeld, die in etwa so lang war, wie ein normales Fußballspiel, waren die Kinder nicht nur ausgepowert, sondern vor allem motiviert und begeistert. Im Sportheim gab es dann noch theoretisches Wissen rund um Qualifikation, Weiterbildung und Frauenfußball für die Großen sowie eine Urkunde, einen Fußball und Infomaterial. Sven Schulze blickte positiv in die Ebermannsdorfer Fußballzukunft, in Anbetracht der Tatsache, dass der Verein für die kommende Saison sechs Juniorenmannschaften und zwei Juniorinnenmannschaften gemeldet hat. Der Jugendleiter bedankte sich bei den Kindern und Betreuern für deren zahlreiche Teilnahme und beim ersten Vorstand, Werner Kunst, für die kühlen Getränke.
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Die 10 goldenen Regeln beim Kinderfußball
| 1. | Spaß und Freude am Sport fördern. |
| 2. | Auf einfache Regeln, leichte Bälle und kleine Felder achten. |
| 3. | Kleine Spielgruppen bilden. |
| 4. | Jedem Kind seinen Ball geben. |
| 5. | Auf kurze Spielzeiten achten. |
| 6. | Kurz erklären und vormachen. |
| 7. | Viele Ballkontakte ermöglichen. |
| 8. | Vielseite Bewegungsaufgaben anbieten. |
| 9. | Kinder auf allen Positionen spielen lassen |
| 10. | Spielerische Aufgaben stellen |
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Mbaga (rechts) und Lämmer (links – jeweils mit rot-schwarzem Trainingsoutfit) mit den Kindern beim Trainieren
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Die Kinder werden eingewiesen und lernen unter anderem Zuhören, Aufpassen und Disziplin
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Mbaga informiert die Eltern und Betreuer über die 10 goldenen Regeln, 4.v.li (blaues Shirt m 2 Kindern) Sven Schulze – Jugendleiter der SpVgg Fußball
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Internetseite: www.dfb.de – Training und Wissen online